Das Marsfeld in St. Petersburg - Die ewige Flamme

Das Marsfeld ist der Platz im Zentrum von Sankt Petersburg. Zu Beginn des 18. Jahrhunderts befand sich westlich des Sommergartens ein freies Gebiet mit dem Namen "Unterhaltungsfeld" (Poteshnoye Pole) oder "Große Wiese" (Bolshoy Lug) und später Zarenwiese. Normalerweise fanden die Militärparaden auf dieser Wiese statt.

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In den Jahren 1798-1801 wurden hier die Denkmäler für die Militärführer P.A. Rumyantsev und A.V. Suworow aufgestellt. 1818 übersiedelte Rumjanzewski-Obelisk auf die Wassiljewski-Insel, doch der Name „Marsfeld“ (wie das Marsfeld im alten Rom und Paris) wurde für dieses Gebiet noch zugelassen.

In den Jahren 1918-1944 wurde es als Platz der Opfer der Revolution (Zhertv Revolyutsii Square) bezeichnet.

Die Planung und Gartengestaltung des Marsfeldes erfolgte nach dem Projekt des Akademikers I.A. Fomin. Die Gedenkstätte in der Mitte des Geländes wurde vom Architekten L.V. Rudnev. Die Gedenkstätte wurde am 7. November 1919 eröffnet. Das Material der Gedenkstätte war das Folgende: rosafarbener und grauer Granit, Metall.

Die ersten Verstorbenen, die auf dem Marsfeld beigesetzt wurden, waren Opfer der Februarrevolution.

Unter den Verstorbenen, die auf dem Marsfeld beigesetzt wurden, befanden sich Petrograder Arbeiter, die während des Jaroslawler Aufstands vom 6. bis 21. Juli 1918 gefallen waren, die Teilnehmer der Petrograder Verteidigung gegen die Armeen des Generals N.N. Yudenich und  folgende Personen:

• Moisey Solomonovich Uritsky - der erste Chef von Petrograd Cheka (Allrussische Außerordentliche Kommission).

• V. Volodarsky (Moisey Markovich Goldstein) - der sowjetische Propagandist, der Kommissar für Presse, Werbung und Propaganda.

• Einige lettische Schützen, einschließlich ihres Kommissars S.M. Nakhimson.

• Sieben Opfer des Angriffs auf Kuusinens Klub am 31. August 1920, darunter zwei Mitglieder des Zentralkomitees der finnischen kommunistischen Partei Yukka Rakhya und Vyayno Yokinen.

• Der sowjetische Militärfunktionär Rudolf Sivers (1892-1919), der in der Schlacht getötet wurde.

• Der junge Schauspieler und Propagandist Kotya (Ivan Aleksandrovich) Mgebrov-Chekan (1913-1922), der unter den seltsamen Umständen starb und zum "Helden der Revolution" erklärt wurde.

• Mikhaylov Lev Mikhaylovich (1872-1928) - der Bolschewik, der Vorsitzende des ersten juristischen Petersburger RSDRP-Komitees (b).

• Ivan Ivanovich Gaza - der sowjetische Politiker. Mitglied der RSDRP (b) seit April 1917.

In den Jahren 1920-1923 wurde der Park am Platz der Revolutionsopfer angelegt. Es wurden die Lampen von der ehemaligen Nikolayevsky-Brücke verwendet, die dann in Lieutenant Schmidt-Brücke umbenannt wurde (heutzutage ist es die Blagoveshchensky-Brücke).

Bis 1933 wurden die verstorbenen sowjetischen Arbeiter und Politiker dort weiter beigesetzt.

1957 wurde die Ewige Flamme am Eingang der Gedenkstätte entzündet.

1965 wurde die Fackel der Ewigen Flamme in Weliki Nowgorod vom Feuer auf dem Marsfeld entzündet und am 8. Mai 1967 wurde die ewige Flamme am Grab des unbekannten Soldaten in Moskau auf die gleiche Weise entzündet.

Zu Beginn des Jahres 2000 wurden die dekorativen Metallschutzvorrichtungen rund um den Rasen des Denkmals entfernt.

Die Passage entlang des Marsfeldes ist eigentlich die Straße im Zentralbezirk von St. Petersburg.